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Chronik des Projekts

1973

Die Anfänge des Projekts liegen in der evangelischen Kirchengemeinde Wehrda. Angesichts der Hungersnot in Nordäthiopien regen einige Frauen im Herbst eine Sammlung an, bei der DM 4.251 zusammenkommen.

So kann der Afrikanist Professor Hermann Jungraithmayr (Wehrda) im Dezember das gesammelte Geld an den Generalsekretär Gudina Tumsa übergeben.

Pfr. Johannes Launhardt (Hermannsburg) verwendet das Geld, um Jugendliche von der Straße zu holen. Die Mädchen machen einen Nähkurs, die Jungen lernen Traktor fahren.

1974

Schüler der Martin-Luther-Schule führen eine Straßensammlung durch. Die Spendenaktion ergibt einen Betrag von DM 8.741. In Verbindung mit dem Lutherischen Weltbund wird das Geld zur Aufrechterhaltung von 15 Volksküchen im Norden Äthiopiens verwendet.

Am 21. September berichtet Pfr. Launhardt in der Gemeinde in Wehrda über die ersten Hilfsaktionen. Es wird in der Gemeinde klargestellt: Die Hilfen sollen weitergehen. Die Kollekte dieses Abends beträgt DM 760 und dient der Hilfe für Familien von Evangelisten im Norden in der Zeit ihrer Ausbildung. Das Geld reicht für 14 Familien für einen Monat.

Pfr. Launhardt bittet um die Kollekte am Heiligen Abend. Mit dem Geld sollen Ochsen angeschafft werden für die Bauern im Norden des Landes, deren Vieh verhungert war, damit das Land wieder bestellt werden kann. Der Vorschlag findet Gehör - auch in anderen Gemeinden im Kirchenkreis. Es kommen DM 10.000 zusammen.

Der Lutherische Weltbund führt die Aktion „Ochsen für Bauern“ durch. Zehn Ochsen können angeschafft werden.

1975

Spenden aus Gemeinden des Kirchenkreises werden an Pfr. Launhardt überwiesen. Sie kommen 17 Jungen und Mädchen als Hilfe zur Selbsthilfe zugute.

Die Pfarrkonferenz Marburg-Land beschließt eine ähnliche Aktion wie 1974 durchzuführen.

Im Herbst schlägt Pfr. Launhardt im Einvernehmen mit der Synodenleitung der Mekane Yesus Kirche ein Pilot-Projekt in Zusammenarbeit mit der halbstaatlichen "Rehabilitation Agency" für ein Jahr vor: „Helft Straßenkindern, Familien zu finden“. Weil es in Addis 400.000 Arbeitslose gibt, streunen viele hungernde Kinder in der Stadt herum. Der Staat greift sie auf und bringt sie in das Auffanglager Siga Meda. Durch das Projekt sollen die Kinder zu ihren Eltern oder zu Pflegefamilien zurückgebracht werden.

Ziel ist es zunächst, 30 bis 50 Kindern zu helfen. Pro Kind bzw. Familie werden DM 40 monatlich benötigt. Die Kinder bekommen Kleidung und Schulbildung. Zur Sicherung der Ernährung können sich die Familien Getreide bzw. Mehl in Mühlen abholen.

Die Weihnachtskollekte beträgt DM 12.618.

1976

Bei seinem Besuch im Juni berichtet Pfr. Launhardt über das Pilot-Projekt „Family Reunification Programme“ (Familienzusammenführung): 18 Jungen und 12 Mädchen erhalten Unterstützung.

Der Kirchenkreis Marburg-Land beschließt, die Hilfsaktion weiterzuführen. Die Partner in Addis Abeba bitten, 100 statt bisher 30 Kindern durch das Projekt zu helfen. Der Kirchenkreis will versuchen, nach und nach die Bitte zu erfüllen.

Wesentlich ist die Rückführung in Familien. Die Kinder werden nicht in Heimen untergebracht.

Das Spendenergebnis beträgt DM 16.129 aus dem Kirchenkreis und zusätzlich DM 5000 vom Ministerpräsidenten des Landes Hessen als erstmalige Spende.

1977

Die Aktion in Äthiopien heißt jetzt endgültig „Family Reunification Programme“. In Deutschland wird bewusst der Name „Straßenkinder in Addis Abeba“ beibehalten.

Die Synode in Addis Abeba dankt dem Ministerpräsidenten und schickt die erste Abrechnung.

Die meisten Gemeinden des Kirchenkreises haben das Projekt zu dem ihren gemacht.

Von Oktober 1976 bis September 1977 kommen DM 26.000 zusammen.

Die Zahl der Familien bzw. Kinder, denen geholfen wird, kann bis zum Ende des Jahres auf 50 erhöht werden.

In der Pfarrkonferenz wird die Beteiligung der Gemeinden an der Aktion für den Heiligen Abend verabredet. In der Oberhessischen Presse und in "Deine Kirche" wird im Dezember ausführlich über die Aktion berichtet mit der Bitte: Helft uns, statt 50 Kindern 100 helfen zu können.

1978

In Addis Abeba herrscht Bürgerkrieg. Es ist die Zeit des so genannten weißen und des roten Terrors. Selbst Kinder werden umgebracht.

Im Mai wird die Zahl der Kinder von 50 auf 70 erhöht. Aus Addis Abeba wird dankbar geschrieben: Es ist dies das erste Projekt in seiner Art.

Vom 01.10.77 bis 30.09.78 kommen DM 33.500 zusammen. Das Spendenergebnis erlaubt es, ab 1. Oktober die Zahl der betreuten Kinder auf 100 zu erhöhen.

Wegen des Wertverfalls des Birr - so wird jetzt die Währung genannt - wird beschlossen, in Zukunft 33 Birr pro Kind und Monat zu zahlen. Dies bedeutet eine Erhöhung des DM-Betrages pro Kind und Monat, da die Unterstützung grundsätzlich in Landeswährung bezahlt wird.

Lt. Abrechnung des Missionswerkes Hermannsburg kommen in diesem Jahr DM 33.503 zusammen.

1979

Die Landeskirche Kurhessen-Waldeck überweist erstmals die Erntedank-Kollekte aus dem Kirchenkreis Marburg-Land für das Projekt.

Vom 01.10.78 bis 30.09.79 kommen DM 35.033 an Spenden zusammen.

1980

Weiterhin können 100 Kinder unterstützt werden. Ein Birr entspricht jetzt DM 1,15. Angesichts der Lebensmittelknappheit in Addis Abeba ist die Regelung, dass die Familien bei den Mühlen Getreide bekommen, nicht mehr durchzuführen. Sie erhalten nun Geld für die Ernährung.

Die Kollekte bei der Einführung des neuen Propstes Dr. Zippert in Höhe von DM 2.041 ist für die Straßenkinder bestimmt.

1981

Kinder aus dem Auffanglager Siga Meda werden weiter "zur Erziehung" vom Regime nach Kuba verbracht. Das erhöht die Notwendigkeit unseres Projektes.

Wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten in Addis werden nun dort 40 Birr pro Kind und Monat gebraucht. Weil der äthiopische Birr sich nach dem Dollarkurs richtet und dieser in Bezug auf die DM sich erhöht hat, werden 20-25 % Mittel mehr gebraucht - bei gleicher Kinderzahl.

Von Oktober 1980 bis September 1981 kommen DM 71.223 zusammen; das sind DM 20.000 mehr als 1979/80 und DM 40.000 mehr als 1978/79.

1982

Die Addis Abeba Synode lädt Pfr. Dr. Mommsen zu einem Besuch ein. Dank der Hilfe des Propstes, des Kirchenkreises und der nun selbständigen Trinitatis Kirchengemeinde Wehrda werden die Unkosten gedeckt.

Plakat 'Family Reunification'Weil die Spendensumme 1981/1982 eine Höhe von DM 113.084 erreichte, kann die Zahl der betreuten Kinder auf 120 erhöht werden.

Im Oktober/November findet ein dreiwöchiger Besuch von Pfr. Dr. Mommsen in Addis Abeba statt. Es gibt Begegnungen mit allen betreuten Kindern in den Gemeinden der Stadt. In einem Abschlussgottesdienst in der Hauptkirche kann jedem Kind ein Neues Testament als Geschenk überreicht werden.

Die Mekane Yesus Kirche erlebt in dieser Zeit eine schlimme Verfolgung. Die meisten Pfarrer sind im Gefängnis. Dr. Mommsen wird als erstem europäischen Besucher seit langer Zeit die Einreise nach Wollega Aira erlaubt, weil man ihn für einen Mediziner hält. Der Präsident der EECMY Emanuel Abraham sagt zur Situation der Kirche: Passion gehört zum Christ-Sein. Bei uns findet die Mission in den Gefängnissen statt.

Die lokale Presse berichtet mit einem Interview ausführlich über diese Reise.

1983

Pfr. Mommsen berichtet in "Blick in die Kirche", in der Kreissynode und im Missionsausschuss der Landeskirche über seine Reise.

Das Spendenaufkommen beträgt ca. DM 100.000.

Ab Oktober werden insgesamt 130 Kinder unterstützt, ab Dezember steigt die Zahl er betreuten Kinder auf 140. Die neu hinzugekommenen Kinder leben in Makanissa.

1984

Das Spendenaufkommen hat sich auf DM 137.571 erhöht.

Weitere 10 Kinder werden in das Programm aufgenommen.

Präsident Yadessa von der Synode der EECMY bedankt sich für die Betreuung von 150 Kindern bei der Kreissynode Marburg-Land.

Im Dezember werden weitere Kinder aufgenommen. Nun werden 175 Kinder im Projekt betreut.

1985

DM 184.142 sind an Spenden eingegangen.

Der Wechselkurs beträgt jetzt für 1 Birr DM 1,69. Zum Vergleich: 1973 waren es DM 0,78.

Die Zahl der Kinder wird ab Dezember auf 200 erhöht.

1986

Das Straßenkinder-Projekt wird von der Landeskirche Kurhessen-Waldeck offiziell als Partnerschaft des Kirchenkreises Marburg-Land anerkannt.

Der Generalsekretär der Addis Abeba Synode Memre Seleschi kommt nach Marburg und berichtet in der Pfarrkonferenz. Wegen der politischen Verhältnisse in Äthiopien muss seine Reise inoffiziell bleiben.

Das Spendenaufkommen beträgt DM 182.783.

1987

Die Kinderzahl wird von 200 auf 250 erhöht. Erstmals werden die Stadtgrenzen von Addis Abeba überschritten. In Fiche, ca. 125 km nördlich von Addis Abeba werden 50 Kinder in das Projekt aufgenommen. Begründet wird das mit der Bürgerkriegssituation und der Hungersnot in diesem Gebiet.

Im Kirchenkreis kommen DM 166.250 zusammen, dazu die Erntedank-Kollekte sowie Beträge vom Landeskirchenamt, der zwischenkirchlichen Hilfe und den Sparkassen, sodass sich insgesamt eine Summe von über DM 200.000 ergibt.

1988

Dekan Slenczka und Pfr. Mommsen besuchen die Mekane Yesus Kirche.

Nach ihrer Rückkehr berichten sie tief bewegt und Menschen bewegend. Ihr Bericht weckt in den Gemeinden neue Freude an dem Straßenkinder-Projekt.

Bei einem Spendenaufkommen von DM 180.000 wird die Zahl der zu betreuenden Kinder von 250 auf 350 erhöht.

1989

Die Landeskirche gibt 30.000,- DM für die Errichtung eines kleinen Gebäudes in Fiche.

Das Spendenaufkommen bleibt etwa gleich.

1990

Außer in Fiche sind nun auch 50 Kinder in Debre Sina nordöstlich von Addis Abeba im Programm.

Präsident K'es Benti Gerba besucht, zusammen mit Ragassa Balcha, den Kirchenkreis zum Landeskirchentag.

Es wird verabredet, ein Berufshilfsprogramm für den Zeitraum von fünf Jahren und mit Aufwendungen in Höhe von Birr 72.000 pro Jahr ab 1991 ins Leben zu rufen.

Das Spendenaufkommen bleibt fast unverändert.

1991

Der geplante Besuch von Pfr. Krause, Pfr. Mommsen und Pfr. Zekl in Addis Abeba kommt wegen des Umbruchs in Äthiopien nicht zustande.

Das Spendenaufkommen liegt über DM 200.000.

1992

Der geplante Besuch findet statt im März 1992 zusammen mit Pfr. Launhardt. Die Gruppe besucht alle Gemeinden, in denen Kinder betreut werden, unter anderem Fiche, wo jetzt eine Kirche und ein Büroraum entstanden sind. 100 Kinder sind dort im Programm.

1993

Die Kinderzahl wird auf insgesamt 550 erhöht, verteilt auf je 50 neue Kinder in Nazareth, Dire Dawa, Woliso, Debre Zeit-Lemlem.

Präsident Megersa Guta, K'es Soboka und Ato Seyoum besuchen Marburg in Zusammenhang mit dem Partnerschaftstreffen in Hofgeismar.

Die Zahl der unterstützten Kinder soll nicht erhöht werden, solange das Berufshilfsprogramm läuft.

Es wird um die Einrichtung für eine Lehrwerkstatt für Klempner gebeten. Ein ehemaliger Straßenjunge soll dort jährlich 25 Jugendliche aus dem Projekt ausbilden.

1994

Am 29. November wird Dr. Karl-Ludwig Voss als Dekan eingeführt. Präsident Berhanu Offg'a ist anwesend, führt Gespräche mit dem Kirchenkreisvorstand und besucht Gemeinden des Kirchenkreises.

1995

Die Kinderzahl wird auf insgesamt 700 erhöht.

1996

Die Zahl der unterstützten Kinder kann auf 934 erhöht werden.

Präsident Berhanu Offg'a besucht im November erneut den Kirchenkreis.

1997

Der Kirchenkreis Marburg-Land unterstützt nun regelmäßig 1014 Kinder.

1998

Eine Delegation aus dem Kirchenkreis reist im März nach Äthiopien. Dekan Dr. Voss, Frau Dr. Kuhnhen, Pfr. Krause und Pfr. Zekl werden im Land von Pfr. Launhardt begleitet. Sie besuchen städtische und ländliche Gemeinden, einschließlich der im östlichen Tiefland liegenden Orte Dire Dawa, Harar, Kombolcha und Jijiga.

Die EECMY und andere evangelischen Kirchen werden von der Regierung noch als NGOs eingestuft. 120 andere NGOs wurden bereits geschlossen.

1999

EECMY-Präsident Megerssa Guta besucht den Kirchenkreis.

2000

Im Oktober reist eine Delegation nach Addis Abeba. Dekan Dr. Voss, Frau Dr. Kuhnhen, Jugendmitarbeiterin Wiebke Buff und Pfr. Zekl besuchen die Kinder in ihren Gemeinden. Vor allem in der Hauptstadt treffen sie junge Menschen, die durch das Berufshilfsprogramm auf dem Weg in die Selbständigkeit sind.

2001

Im November wird Pfr. Dr. Mommsen als Beauftragter für das Projekt verabschiedet (OP vom 29.11.2001).

Die Synode des Kirchenkreises beauftragt Pfr. Martin Zekl mit der Nachfolge im Amt des Beauftragten für das Projekt (OP vom 01.12.2001).

2002

Eine Delegation aus Addis Abeba ist im Kirchenkreis zu Gast. K'es Girma Chaka (Präsident der CES), Ato Gemetchu (Finanzen), und Ato Daniel (Sozialarbeiter) besuchen viele Gemeinden, Handwerksbetriebe und die Lutherstätten Wartburg und Eisenach.

2003

Das Projekt „Straßenkinder in Addis Abeba“ besteht dreißig Jahre. Die Festbroschüre Kommt und staunt präsentiert seine Geschichte. Die Festschrift wird Bischof Dr. Hein bei seinem Besuch im Kirchenkreis überreicht.

2004

Im Frühjahr wird das Projekt „Straßenkinder in Addis Abeba“ erstmals bei der Oberhessenschau vorgestellt.

Eine Delegation aus dem Kirchenkreis überzeugt sich in den Gemeinden und in Gesprächen mit der Synodenleitung davon, dass die Gelder aus Deutschland richtig ankommen und dass weiterhin eine segensreiche Arbeit geleistet wird.

Da das Spendenaufkommen in den letzten Jahren konstant geblieben ist, können weiterhin 1014 Kinder in ihren Familien unterstützt werden.

2005

Am 29. September wird die Website des Projekts der Öffentlichkeit vorgestellt. Oberhessische Presse und Marburger Neue Zeitung berichten in ihren Wochenendausgaben über die Präsentation.

Zum Jahresende, am 28. Dezember 2005, veröffentlicht die Frankfurter Rundschau ein Interview mit Pfr. Martin Zekl: „Wir können nur einem Bruchteil der äthiopischen Kinder helfen“.

2006

Foto vom Stand auf der Oberhessenschau 2006 Am 19. Februar wird Pfr. Martin Zekl, der seit 2001 als Beauftragter des Kirchenkreises für das Projekt tätig war, in den Ruhestand verabschiedet. Seine Arbeit wird von Pfr. Holger Siebert fortgeführt.

Zum zweiten Mal ist das Projekt mit einem eigenen Stand auf der Oberhessenschau (1. bis 9. April) vertreten.

Vom 24. Mai bis 12. Juni besucht eine Delegation der CES, dem äthiopischen Partner des Projekts, den Kirchenkreis. Im Mittelpunkt der Reise von K'es Girma Chaka, Ato Daniel und Ato Taye stehen Besuche in den Gemeinden des Kirchenkreises. Auf dem Programm stehen aber auch Besuche beim Bischof der Landeskirche von Kurhessen und Waldeck, Empfänge beim Oberbürgermeister der Stadt Marburg und beim Landrat des Landkreises Marburg-Biedenkopf sowie die Teilnahme am Landeskirchentag in Gelnhausen.

2007

Im Frühjahr übernimmt Pfarrerin Bettina Mohr (Kontakt), die im Jahr zuvor die Pfarrstelle an der Trinitatiskirche in Wehrda angetreten hat, die Aufgabe der Beauftragten des Kirchenkreises für das Projekt.

Im Herbst beginnt ein Programm zur nachschulischen Förderung, das auf drei Jahre angelegt ist und insgesamt 60 jungen Erwachsenen eine Ausbildung bzw. ein Studium durch die Gewährung von Stipendien ermöglicht.

2008

Erneut ist das Projekt mit einem eigenen Stand auf der Oberhessenschau vertreten.

Vom 15. Oktober bis 4. November besucht eine Delegation aus dem Kirchenkreis die Gemeinden in der Hauptstadt und auf dem Land.

2009

Aufgrund dramatischer Teuerungsraten in Äthiopien, von denen insbesondere die Grundnahrungsmittel betroffen sind, wird die monatliche Zuwendung in zwei Schritten erhöht. Die sehr erfreuliche Entwicklung des Spendenaufkommens macht die Erhöhung möglich, ohne die Anzahl der geförderten Kinder reduzieren zu müssen.

Im Oktober wird das neue Faltblatt „Ein Projekt macht Schule“ veröffentlicht.

2010

Im Mai und Juni besucht eine Delegation des äthiopischen Partners, der auch zwei weibliche Delegierte angehören, den Kirchenkreis Marburg-Land. Am 13. Juni 2010 wird eine neue Partnerschaftsvereinbarung zwischen der Central Ethiopia Synod (CES) der Mekane Yesus Kirche und dem Kirchenkreis Marburg-Land geschlossen.

2011

Erneute drastische Preiserhöhungen für Lebensmittel machen die weitere Erhöhung der monatlichen Zuweisung auf 305 Birr pro Kind notwendig. Wegen der aus Sicht des Euro günstigen Entwicklung des Wechselkurses kann die Erhöhung erfolgen, ohne dass eine Reduzierung der Zahl der geförderten Kinder ins Auge gefasst werden muss.

2012

Die drei Kirchenkreise Marburg-Land, Kirchhain und der Stadtkirchenkreis Marburg werden aufgehoben. An ihre Stelle treten die beiden neuen Kirchenkreise Kirchhain und Marburg. Am 30. August 2012 findet die konstituierende Sitzung des neu gegründeten Zweckverbands „Projekt Straßenkinder in Addis Abeba“ statt. Es wird von beiden neuen Kirchenkreisen getragen und von einem Beirat begleitet. Der Beirat folgt dem bisherigen Ausschuss für Mission und Partnerschaft nach.

2013

Im Februar reist eine Delegation aus den Kirchenkreisen Kirchhain und Marburg nach Äthiopien, um die Ergebnisse einer Anfang des Jahres durchgeführten Evaluation des Projekts zu diskutieren.

2014

Am 11. Mai wird im Rahmen eines Festgottesdienstes das 40-jährige Bestehen des Projekts gefeiert.

Letzte Aktualisierung: 01.05.2014